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Bild großEin letzter Brief zum Abschied

Mein Weiterleben nach dem Suizid meines Sohnes

von Helga Mend

Magic Buchverlag
ISBN-10: 3-936935-44-0
ISBN-13: 978-3-936935-44-8
134 Seiten, Verkaufspreis: 14,90                           Zum Buchshop

 

Ein Jahr ist seit dem Suizid meines Sohnes vergangen.

Ich zeichne den Weg auf, den ich in dieser Zeit gegangen bin – mit all meiner Trauer, meinen Gefühlen und persönlichen Begegnungen.

Es war ein Jahr voller Gegensätze.
Ein Jahr der Tränen und völligen Verzweiflung, aber auch des Glücks und der unendlichen Dankbarkeit.

Ich erinnere mich an Michael, berichte über Erlebnisse und Hilfsangebote.

Vor allem aber erzähle ich von Menschen, die mich in meiner Trauer begleitet haben. Sie halfen mir, die schwerste Zeit meines Lebens besser bewältigen zu können.

Leseprobe

 

»Verzeiht mir,
versucht mir irgendwann zu verzeihen,
wenn Ihr es irgendwann könnt.«

 

Michael war 29 Jahre alt, als er sich das Leben nahm

Es war ein regnerischer Tag.
Heute sage ich, der Himmel hat geweint an dem Tag, an dem mein Sohn nicht mehr leben wollte oder konnte.
 

Freitag, 8. Oktober 2004
Der Tag seines Suizids

Michaels Armbanduhr blieb um 9.13 Uhr stehen.
Mein Sohn lebt nicht mehr.

9.13 Uhr
Es ist die Zeit, in der ich mit meiner Bügelwäsche beschäftigt bin, so kann ich mich vage erinnern. Meine Schwiegermutter befindet sich gerade für einige Tage bei uns.
Mein Mann ist in ihrer Wohnung beschäftigt, die renoviert werden soll. Um die Mittagszeit verlasse ich mein Zuhause, um dort selbst einige Handgriffe zu erledigen. Es muss zwischen 12.30 Uhr und 13.00 Uhr sein, als ich vor dem Haus mein Auto parken will.

Etwas wundere ich mich schon, als ich plötzlich unseren Freund auf mich zukommen sehe. Ich weiß noch, dass ich zu ihm sage: »Du musst dein Auto woanders abstellen, hier ist das Parken nur für Anwohner erlaubt.«
Was will unser Freund bei der Wohnung meiner Schwiegermutter?
Zum Nachdenken bleibt mir keine Zeit mehr. Ich steige aus, da ist auch schon unser Freund neben mir. Er packt mich und presst mich an die Hauswand, wohl wissend, dass ich bei dieser Nachricht den Boden unter den Füßen verlieren werde.

An den genauen Wortlaut kann ich mich nicht mehr erinnern.
Ich glaube, er sagte: »Ich habe eine schreckliche Nachricht.«
Mein erster Gedanke gilt meiner Schwiegertochter. Sie erwartet ein Baby und ich frage: »Ist irgendetwas mit Nathalie?« Für den Bruchteil einer Sekunde denke ich, ihr oder dem Kind wäre etwas zugestoßen.

»Nein«, sagt unser Freund. »Du musst jetzt stark sein.«


»Michael ist tot«
Drei Worte, die mir heute noch in den Ohren hallen.

...
 

Pressestimmen - Interview

Selbsthilfegruppe AGUS (Angehörige um Suizid) Rundbrief 2008/1

Buchtipp: Neue Presse Hannover

 

Herr Daniel Etter von der Journalistenschule in München,
führte ein Gespräch mit Helga Mend

Gespräch anhören im mp3-Format
 

Selbsthilfegruppe AGU
S (Angehörige um Suizid)

Forum für Trauernde                        Zum Forum

Ein Forum für alle, die einen lieben Menschen verloren haben. Gehen Sie ein kleines Wegstück der Trauer miteinander.

Wir erhoffen uns davon, dass Trauernde Ihre Erfahrungen weitergeben, Trost und Hilfe erfahren und auch anderen Hinterbliebenen eine Hilfe sein werden. 

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